Zum Inhalt springen
Patané Home Concept Store
Damit es lange schön bleibt

Pflege- & Materialtipps

Samt, Leinen, gewachsenes Holz, handgefertigte Keramik und mundgeblasenes Glas sind lebendige Materialien. Sie dürfen altern – schön bleiben sie aber nur, wenn man sie richtig behandelt. Hier stehen die Hinweise, die bei diesen Werkstoffen am meisten ausmachen, sortiert nach Materialgruppe.

Samt, Leinen & Stickerei

Textilien & Kissen

Ein Kissen lebt von seiner Oberfläche: Samt bricht das Licht, Leinen zeigt seine Bindung, eine Stickerei wirft Schatten. Alles drei verliert man schneller durch zu viel Behandlung als durch zu wenig.

Zwei grüne Samtkissen auf einem hellen Sofa, eines mit grobem gestepptem Flor
  • Aufschütteln gehört zur Pflege

    Kissen regelmässig aufschütteln und die Ecken in Form klopfen. Das hält die Füllung locker und verhindert, dass sich eine Sitzmulde festsetzt.

  • Staub mit der Polsterdüse nehmen

    Auf kleiner Saugstufe und mit weicher Polsterdüse absaugen, bei Samt in Florrichtung. Staub ist der häufigste Grund, warum kräftige Farben nach einer Weile matt wirken.

  • Samt nie bügeln

    Das heisse Eisen legt den Flor um, und die Stelle bleibt sichtbar. Druckstellen richten sich meist von selbst wieder auf; sonst hilft Dampf aus einigen Zentimetern Abstand, ohne das Gewebe zu berühren.

  • Leinen darf knittern

    Die unruhige Oberfläche ist das Wesen der Faser und kein Mangel. Wer es glatter mag, zieht die Hülle leicht feucht in Form und lässt sie liegend trocknen.

  • Flecken tupfen, nie reiben

    Sofort mit einem saugfähigen, weissen Tuch von aussen nach innen tupfen. Reiben treibt den Fleck in die Faser und raut die Oberfläche auf – bei Samt sieht man die Stelle danach für immer.

  • Sonne bleicht, und zwar einseitig

    Direktes Sonnenlicht zieht Farbe aus jedem Stoff, kräftige Töne zuerst. Kissen ab und zu wenden und untereinander tauschen, dann bleicht keine Seite allein.

  • Vor der ersten Wäsche nachfragen

    Samt, Stickereien, Kederkanten und Fransen vertragen eine Maschinenwäsche selten. Massgebend ist der Pflegehinweis des jeweiligen Stoffes – rufen Sie uns lieber kurz an, bevor eine Hülle in die Maschine geht.

Gewachsenes Material

Holz & Möbel

Holz arbeitet, solange es im Raum steht: Es nimmt Feuchtigkeit auf, gibt sie wieder ab und verändert seinen Ton mit dem Licht. Pflege heisst hier vor allem, ihm Wasser und Hitze zu ersparen.

Zwei runde Beistelltische mit Holzplatte und schwarzem Metallgestell, darauf messingfarbene Vasen, im Streiflicht auf einem Dielenboden
  • Trocken abstauben, in Faserrichtung

    Ein weiches, trockenes Tuch genügt für den Alltag. Muss es feucht sein, dann nur nebelfeucht und sofort trocken nachwischen.

  • Nässe ist der Feind

    Gläser und Vasen gehören auf einen Untersetzer, Verschüttetes wird sofort aufgenommen. Wasser, das stehen bleibt, hinterlässt helle Ringe, die sich kaum mehr entfernen lassen.

  • Keine scharfen Reiniger

    Allzweckreiniger, Lösungsmittel und Scheuermittel greifen Öl, Wachs und Lack an. Ein neues Mittel immer zuerst an einer verdeckten Stelle ausprobieren – an der Unterseite oder hinten.

  • Im Winter auf die Luftfeuchtigkeit achten

    Geheizte Luft trocknet Massivholz aus, Fugen öffnen sich und schliessen sich im Sommer wieder. Zwischen 40 und 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit bleibt diese Bewegung klein und unauffällig.

  • Deko ab und zu umstellen

    Holz verändert seinen Ton mit dem Licht. Wer Schale, Vase oder Deckchen nie bewegt, hat nach einem Jahr einen hellen Schatten genau dort stehen, wo sie standen.

  • Astlöcher und Risse gehören dazu

    Bei gewachsenem Holz sind Astlöcher, feine Risse und Farbunterschiede Teil des Materials. Sie sind der Grund, warum kein Stück dem anderen gleicht.

  • Filzgleiter unter alles, was draufsteht

    Unglasierte Keramikböden, Metallfüsse und raue Unterseiten ziehen Kratzer. Ein Filzgleiter kostet nichts und erspart die Schramme.

Handgefertigte Einzelstücke

Keramik

Jedes Teil ein Einzelstück mit Liebe gefertigt – und jede Glasur ein eigener Brand. Was handgemachter Keramik am meisten zusetzt, ist nicht der Gebrauch, sondern die Spülmaschine und der Topfschwamm.

Ein rosa gestreifter Becher mit Goldrand neben einer weissen Schale mit goldglasiertem Inneren
  • Von Hand spülen

    Lauwarmes Wasser, mildes Spülmittel, weicher Schwamm. Die Spülmaschine bringt Hitze, scharfe Lauge und Stösse auf einmal – für von Hand gefertigte Stücke ist das zu viel.

  • Gold und Metallglanz niemals scheuern

    Goldränder und goldglasierte Innenflächen sind hauchdünn aufgetragen. Scheuermilch, Topfschwamm und Spülmaschine nehmen sie ab, und das endgültig.

  • Keine Temperatursprünge

    Nicht heiss aus dem Ofen in kaltes Wasser und nicht kalt in den heissen Ofen. Der Sprung geht durch die ganze Scherbe und zeigt sich oft erst Tage später als feiner Riss.

  • Vasen nach dem Strauss ausspülen

    Blumenwasser hinterlässt einen Rand. Gleich nach dem Strauss ausspülen und kopfüber trocknen lassen; gegen Kalk warmes Essigwasser einwirken lassen, statt zu scheuern.

  • Den Standfuss filzen

    Der Fuss bleibt oft unglasiert und ist rau wie Schmirgelpapier. Auf Holz, Glas und Stein gehört deshalb ein Filzgleiter oder ein Untersetzer darunter.

  • Unterschiede sind der Ausweis

    Kleine Abweichungen in Form, Farbe und Glasurverlauf entstehen bei der Arbeit von Hand. Sie machen das Stück unverwechselbar – ein Fehler sind sie nicht.

  • Für Speisen geeignet? Fragen Sie nach

    Ob ein Einzelstück als Geschirr oder als Objekt gedacht ist, hängt an Glasur und Dekor. Zum konkreten Stück sagen wir es Ihnen gerne – pauschal lässt es sich nicht beantworten.

Mundgeblasen

Glas

Mundgeblasenes Glas hat ungleiche Wandstärken, eingeschlossene Luft und einen Rand, der von Hand geformt wurde. Genau das macht es schön – und empfindlicher als jedes Glas aus der Maschine.

Zwei mundgeblasene Glasgefässe von Henry Dean mit dunkel geäderter Musterung auf weissem Grund
  • Von Hand und lauwarm

    Mundgeblasenes Glas gehört nicht in die Spülmaschine: Hitze und Reinigerlauge machen die Oberfläche mit der Zeit stumpf und milchig. Dieser Schleier lässt sich nicht mehr wegpolieren.

  • Am Körper greifen, nie am Hals

    Vasen und Gefässe immer unten am Körper anfassen und tragen. Hals und Rand sind die dünnsten Stellen und tragen das Gewicht am schlechtesten.

  • Nicht stapeln

    Ineinandergestellte Gläser verkanten sich und nehmen beim Lösen Schaden. Lieber nebeneinander stellen, mit etwas Abstand zum Nachbarn.

  • Kalk mit Essigwasser lösen

    Warmes Wasser mit einem Schuss Essig einfüllen, einwirken lassen, klar nachspülen. Reis oder Sand als Scheuerhilfe – man liest es oft – zerkratzt die Innenwand und macht sie dauerhaft blind.

  • Mit Leinen trockenpolieren

    An der Luft getrocknet bleiben Tropfenränder stehen. Ein fusselfreies Leinen- oder Baumwolltuch nimmt sie weg, solange das Glas noch handwarm ist.

  • Blasen und Unebenheiten sind Handschrift

    Eingeschlossene Luftblasen und leichte Unregelmässigkeiten entstehen beim Blasen von Hand. Industrieglas hat sie nicht – dafür hat es auch kein Gesicht.

  • Kerzen mit Abstand brennen lassen

    Teelicht oder Kerze so stellen, dass die Flamme die Wandung nicht berührt und das Gefäss nicht einseitig heiss wird. Ausgebrannte Lichter rechtzeitig ersetzen.

Im Zweifel

Lieber einmal fragen

Diese Hinweise gelten für die Materialien im Allgemeinen. Das einzelne Stück kann etwas anderes verlangen: Jeder Stoff hat seinen eigenen Pflegehinweis, jede Glasur ihren eigenen Brand, jede Oberfläche ihre eigene Behandlung. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie uns zum konkreten Stück – lieber einmal zu viel gefragt als einmal zu heiss gewaschen.

Sie erreichen uns telefonisch oder im Store in Bremgarten. Wer sein Zuhause ohnehin neu zusammenstellen möchte, ist in der Einrichtungsberatung richtig.

Besuch & Beratung

Frage zu einem Stück?

Schreiben Sie uns, um welches Stück es geht und was Sie damit vorhaben – wir sagen Ihnen, was es verträgt. Oder kommen Sie damit bei uns in Bremgarten vorbei.

Adresse
Am Bogen 2, 5620 Bremgarten